ROBUSTE UHREN MIT GESCHICHTE
Düsseldorf (jps) Hinter jeder alten Uhr versteckt sich eine Geschichte. Im Uhren-Museum gibt es zu jedem Zeitmesser eine kurz Information, die sich auf einem kleinen Zettel neben der Uhr befindet.
Besonders interessant ist Bernd Deckerts Lieblings-Comtoise, ein Stück aus den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts. Dabei wird die Glocke von zwei Figuren jede Stunde mit Hammerschlägen zu Klingen gebracht. " Während der Religionskriege war ein Gefanger im Turm einer Kathedrale inhaftiert. Er musste mit seinem Hammer die Glocken schlagen", erzählt Deckert im Hintergrund. Um die am Fuß der Kirche Wache schiebenden Aufpasser zu täuschen, fertigte er eine Puppe an, die er guit sichtbar an die Brüstung stellte, während er selbst entfloh. Seitdem heißen diese Figuren in Frankreich nach dem Flüchtling: Jacques Mart.
Deckert kennt viele solcher Erzählungen. Gerade ist er dabei, ein Buch über die Comtoise-Uhren zu schreiben. Mit einem Ausflug in die Geschichte bringt er interessierten Besuchern bei Führungen die antiken Uhren näher. So geschehen jüngst beim Tag der Museen, der rund 600 Besucher ins Haus lockte. Die nächsten Führungen gibt es an den Adventssonntagen 10. und 17. Dezember um 12 Uhr. Wer eine Comtoise kaufen will: Die Preis beginnen bei etwa 600 Euro.
Für private oder geschäftliche Festlichkeiten kann man die Museums-Räume übrigens auch mieten.
INFO
DAS MUSEUM: Comtoise-Uhren-Museum
Anschrift in der Großuhrenmanufaktur I.u.B.Deckert, Suitbertusstr. 151
( Innenhof ), Düsseldorf-Bilk
Ausstellung Rund 200 Comtoise-Uhren aus der Zeit 1720 bis 1900.
Für Besichtigungen wird um Anmeldung gebeten unter Tel. 0211/ / 334545
Eintritt frei
Führungen: An den nächsten beiden Adventssonntagen ( 10. und 17. Dezember) um 12 Uhr.
www.comtoise.de